"Prinzipiell hängt das von den Bedürfnissen des Kindes und den Wünschen der Eltern ab. Der Idealfall ist dann gegeben, wenn die BetreuerIn sowohl die Bedürfnisse der Kinder erkennt und ihnen gerecht wird, als auch die Wünsche der Eltern hört und diese in die Arbeit integrieren kann.
Eine große Aufgabe? Mag sein, aber auch eine spannende, lustvolle und gewinnbringende Aufgabe. Dieser Aufgabe widme ich mich seit fünf Jahren. Ich kam in die Freie Schule, um dort mein Ideal von Schule zu verwirklichen, um in anderen Strukturen und unter anderen Bedingungen zu arbeiten. Zuvor arbeitete ich im öffentlichen System.
Das Lehren, das Lernen mit und von den Kindern, die Faszination von Wissen und die Wissensvermittlung, das ist meine Leidenschaft, aber das versteht sich meiner Ansicht nach von selbst, sonst wäre ich nicht Pädagogin geworden. Auf diese Aspekte werde ich nicht näher eingehen, sondern auf jene, die mir in der Freien Schule zum ersten Mal in ihrer Wichtigkeit bewusst wurden und einen ebenso großen Anteil meiner derzeitigen Arbeit ausmachen. Durch beide Anteile wird meine Arbeit erfolgreich, spannend und abwechslungsreich.
Ich arbeite für eine Einrichtung, in der Kinder ihre Neugierde nicht verlieren, an ihre Talente und ihren Erfolg glauben dürfen, ein Ort, in der Kinder mitreden und mitarbeiten und dabei ziemlich viel lernen. Ich arbeite für eine Initiative, die Lebens-Lernraum zu gleich ist und in der ein Lernen und Wachsen ohne Angst möglich ist. Das alles sind allerdings keine gegebenen Faktoren, es ist die ständige Arbeit der Eltern, Lehrer und Kinder, die diese Atmosphäre schaffen.
Für mich als Pädagogin bedeutet das Beziehungsarbeit, permanente Auseinandersetzung mit den Kindern, es bedarf Nähe und dem Raum, Probleme und Ängste von Kinder und Eltern zuzulassen. Es braucht Menschlichkeit, Gleichwertigkeit, ehrliche und respektvolle Haltung und Reflexion. Das alles ist in der Freien Schule Hofmühlgasse möglich."
Eine Pädagogin der FSH